Die sechser DL ermöglicht jetzt eine paritätische Geistliche Leitung auf Diözesanebene zu wählen.
Speyer, Kaiserslautern: Auf der diesjährigen Herbstkonferenz (14.-15.11.2010) der KjG stand im Rahmen des Studienteils die Bezirksstruktur auf dem Prüfstein. Die KjG Bezirke sind bis auf eine Ausnahme mit den Dekanatsgrenzen identisch, außer das Dekanat Speyer, dass bei der KjG in die Bezirke Speyer und Frankenthal aufgeteilt ist.Die Delegierten machten sich Gedanken, ob diese Form für die konkrete Arbeit vor Ort noch gebraucht wird und suchten nach neuen Formen der Vernetzung. „Dies ist ein mühsamer Prozess“, bemerkte Diözesanleiterin Rebecca Lauer, „da die Bezirke für viele eine lieb gewonnene Heimat geworden sind, trotzdem ist eine Veränderung und Neustrukturierung unausweichlich. Durch die verkürzte Schulzeit und die höhere Belastung im Studium durch die Bachelor- und Master Studiengänge wird es immer schwerer Jugendliche und junge Erwachsene zu finden, die bereit sind sich auf unserer mittleren Ebene zu engagieren.“
Die Konferenz hat jede Menge Ideen gesammelt und der Diözesanausschuss wird auf dieser Grundlage erste Konzepte erarbeiten.
Am Abend feierte die Konferenz einen stimmungsvollen Gottesdienst. Der Bezirk Germersheim hatte den Gottesdienst zusammen mit dem Geistlichen Leiter vorbereitet.
Der Bezirk Neustadt bot im toll vorebereiteten Abendprogramm Film-Rückblicke auf den Konferenztag und lockerte durch Spiele immer wieder die Teilnehmenden auf. Im Anschluss war Disco angesagt und die Lichter gingen erst in den frühen Morgenstunden aus.
Am Sonntag war dann Zeit für die Anträge und hier wurde lange um den Antrag zur Erweiterung der Diözesanleitung auf sechs Personen gerungen. Ziel dabei ist es die Arbeit für die Leitung auf mehrere Schultern zu verteilen, zum anderen aber ging es um die Einführung einer paritätischen Geistlichen Leitung. Pfarrer Andreas Sturm, Geistlicher Leiter der KjG, erläuterte die Gründe für diesen Schritt: „Wir glauben, dass ein Mann und eine Frau im Amt der Geistlichen Leitung für unseren Verband eine große Bereicherung darstellen. Unser Reden von Gott kann dadurch ganzheitlicher Werden, weil Frauen hierbei sicher nochmal eine ganz andere Sichtweise einbringen, wie ich das als Mann und Priester tue. Außerdem wird es für junge Frauen möglicherweise leichter, wenn sie ein Gespräch suchen, sich dann an die Frau im Amt der Geistlichen Leitung zu wenden.“
Nachdem die Diözesanleitung auf sechs Stellen erweitert wurden, gab es einen weiteren Antrag zu beraten, der das Stimmenverhältnis von Diözesanleitung und zugewählte Mitglieder im Diözesanausschuss zum Thema hat. Hier ging es darum die Anzahl der zu wählenden Mitglieder im Diözesanausschuss von acht auf zehn zu erhöhen. Dieser Antrag wurde auch angenommen.
Durch die Veränderungen bei den Ämtern kommt eine größere Arbeitsbelastung auf den Wahlausschuss zu. In der Vergangenheit waren immer zwei Personen im Wahlausschuss. Hier wurde folgende Änderung beschlossen: drei Wahlausschussmitglieder werden auf der Diko gewählt, ein Mitglied der DL übernimmt die Geschäftsführung im Ausschuss.
Ganz traditionell, gab es natürlich auch noch den Terminantrag und hierbei wurde die Konferenz für den 13.-14. November 2010 beschlossen.
Der Antrag zur Stimmverteilung der DL auf der Diözesankonferenz wurde von den Antragsstellern zurückgezogen und wird aber auf der Frühjahrskonferenz erneut gestellt. Der Grund war hierbei den Zeitplan einzuhalten. Das Anliegen des Antrags wird frühestens im Herbst 2010 relevant.
Bei den Wahlen wurde es noch einmal richtig spannend. Die Amtszeit von Simon Bastian lief aus und so stand das Amt zur Wiederwahl. Simon kadidierte noch einmal, außerdem Uwe Korn, Bezirksleiter aus Kaiserslautern. Uwe Korn wurde gewählt und Simon wurde für seine Arbeit im DA und seine Bereitschaft zur Kandidatur gedankt.
Für das neugeschaffene Amt im Wahlausschuss wurde Bettina Roth gewählt.
Um 13 Uhr beendete die Rebecca Lauer die Konferenz.
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