Thomas Morus

 

Geboren: 07.02.1478 in London
Gestorben: 06.07.1535 durch eine Hinrichtung wegen Hochverrats.

 

„Nie hätte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen gewesen wäre."
Thomas Morus: Humanist, Schriftsteller, Christ und Märtyrer

 

Wichtige Stationen seines Lebens:

  • Er studierte freie Wissenschaften und Theologie in Oxford. Später studierte er auch Jura. 1499 begann er seine Tätigkeit als Anwalt.
  • 1503 wurde er in das Parlament gewählt.
  • Thomas Morus schrieb 1516 „Utopia“, sein literarisches Hauptwerk.
  • Das Verhältnis zu Heinrich VIII war sehr gut und so kam es, dass er ihn 1529 zu seinem Lordkanzler machte.
  • Am 16.05.1532 trat er von seinem Amt als Lordkanzler zurück, aus Kritik an der Einsetzung des Königs als oberster Herr der englischen Kirche.
  • Im Februar beginnt der Prozess gegen ihn wegen Hochverrat und im April desselben Jahres wurde die Festlegung im Tower gefällt.
  • Am 01.07.1535 wurde er als Staatsverräter zum Tode verurteilt. Fünf Tage später, also am 06.07.1535 wurde er durch das Schwert auf dem Tower Hill hingerichtet.

Zum König und dem Schicksal von Thomas Morus

Heinrich VIII ist seit Anfang des 16. Jhdt. König von England. Da ihm seine erste Frau, Katharina von Aragon, nicht den gewünschten Thronfolger gebären konnte, wollte er sich scheiden lassen. Der Papst lehnte diesen Scheidungsantrag ab.Auch Thomas Morus war gegen diese Scheidung. Dies sah der König nicht gern, da er in Morus einen fähigen Mann sah, der auf seiner Seite stehen musste.

Heinrich VIII gründete darauf eine neue Staatskirche, bei der er selbst das Oberhaupt war, die anglikanische Kirche. Auch ihr widersprach der Katholik Thomas Morus sehr.

Nachdem Heinrich VIII Anne Boleyn heiratete, wurde sie zur Königin gekrönt. Bei dieser feierlichen Zeremonie entschied Thomas Morus fern zu bleiben, denn er könnte es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Dieser Entschluss sollte ihn das Leben kosten.

Thomas Morus blieb seinem Gewissen treu und hätte niemals etwas zugestimmt, das er hätte nicht vertreten können. Er wurde heilig gesprochen und als Heiliger kann er uns noch heute ein Vorbild sein, wenn wir über das was wir tun oder nicht tun nachdenken und nach unserem Gewissen handeln.

Aus diesem Grund hat ihn die KjG in den 60zigern zu ihrem Patron ernannt.